Mein Vater (†)

Meinem Vater verdanke ich meine Liebe zum Theater und zur Musik. Leider ist er vor 4 Jahren verstorben (im gleichen Monat wie meine Mutter). Dieses Foto dokumentiert die Zeit, als er noch künstlerischer Leiter der Festspiele Balver Höhle war und als solcher die Proben des Kinderstückes "Rabatz im Zauberwald" besuchte. Regie führte da der Hemeraner Matthias Hay, der auch Vorsitzender vom Iserlohner Verein Schauspielensemble ist und mit dem ich in der Vergangenheit auch schon viele Male auf der Bühne stand. Nach der Saison trat mein Vater dann von seinem Amt zurück. Wir haben nie wirklich darüber gesprochen, welche Beweggründe es für ihn damals gab. Ich kann nur mutmaßen.

Rabatz
rosenherz - 22. Jun, 14:58

Du hegts also auch eine Liebe zur Musik und zum Theater, wie ich aus deinen Blogbeiträgen erfahren kann. Es klingt wertschätzend gegenüber deinem Vater, wie du schreibst und das finde ich schön. Manchmal geben sich Menschen genervt von dem, was die Eltern ihnen vermitteln konnten bzw. vermittelt haben.
Bei mir hat die Liebe zu Musik und zB zum Künstlerischen auf der Bühne ganz ohne elterlicher Vorbildwirkung ihren Weg in mein Leben genommen. In meiner Herkunftsfamilie und der Verwandtschaft gab es weder Musikliebhaber, noch jemand der irgendwie dem Theater oder der Bühne nahe gestanden wäre.

Den Rückzug deines Vaters von seinem Amt, da bist also auf Mutmaßungen angewiesen? Hat er dir nie auch nur ansatzweise davon erzählt, was ihn damals bewogen hatte? Wie wichtig ist es für dich, seine Gründe zu kennen oder zu erahnen? Was bedeutet das mangelnde Wissen darüber für dich jetzt?

rosenherz - 22. Jun, 15:10

Deine Schilderung erinnert mich jetzt an ein Gespräch vom österreichischen Schauspieler Peter Simonischek, der von Barbara Stöckl interviewt wurde und ich die Sendung unlängst gesehen habe. Die Moderatorin stellte unter anderem die Frage, was oder wieviel gesprochen wurde in seiner Familie über die Zeit des 2. Weltkriegs. Simonischek ist ja kurz nache Kriegsende geboren worden. Der Schauspieler erzählte, wie wichtig sein Großvater gewesen sei, was das Theater betrifft. Der habe ihn schon früh mitgenommen. Unter anderem hat er mit ihm, der da noch recht jung gewesen war zu dem Zeitpunkt, in eine Filmvorführung mitgenommen über die Hintergrund-Geschichte des 2. Weltkriegs, und der Großvater gemeint hatte: "Das kann der Bub gar nicht früh genug wissen!"
Im jüngsten Film Simonischeks geht es um die Täter- und Opferhaltungen im zweiten Weltkrieg und eine Begegnung danach. Worauf ich hinaus will mit meinem Kommentar: Wie wertvoll Großeltern sein können im Leben eines Kindes. Wohl deshalb spricht mich das an, weil auch ich erlebt hatte, meine Großeltern waren prägend für mein Leben - auch wenn sie mit Kunst, Büchern oder Theater so gar nichts zu tun hatten.

Moonbrother - 25. Jun, 08:40

Da bin ich jetzt ein wenig neidisch. Meine Großeltern sind sehr früh verstorben.
Lo - 26. Jun, 21:36

Wenn ein alter Mensch stirbt,
verbrennt eine Bibliothek.
Moonbrother - 3. Jul, 07:01

Auch wenn sie manchmal nur aus Jerry Cotton Romanen besteht ...

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